Virales Marketing

Viral Marketing – Was ist das und wie funktioniert es?

Viral Marketing basiert auf dem Grundprinzip der Mundpropaganda (Word-of-Mouth) und soll Kunden animieren, Werbekommunikation über Produkte und Dienstleistungen in elektronischer Form aus eigenen Stücken weiter zu verbreiten. Ziel ist eine exponentielle Verbreitung von Werbeinformationen zwischen den Kunden. um eine größere Reichweite zu entfalten.

Gerade in der heutigen Zeit, dem Digitalen Zeitalter und dem Social Media Networking, hat die Methode des Viral-Marketing an Effektivität stark zugenommen, da die Geschwindigkeit des Informationsaustauschs weit größer ist als früher und Konsumenten sich untereinander sehr schnell gegenseitig verständigen können. Beispielsweise können Inhalte des Social News Service Reddit schnell viral werden, aufgrund der großen Nutzeranzahl, die aktiv aus etwa 190 Ländern Texte und Links sowie postet als auch diskutiert. Zudem können speziell Meinungsgeber in eine virale Marketing Kampagne adressiert werden, da diese über ein großes Netzwerk verfügen und somit schnell eine Vielzahl an weiterer potentieller Kunden erreichen kann.

Erfolgsfaktoren im viralen Marketing

Intensive Zielgruppenanalyse:
Um so besser die Zielgruppe verstanden wird, umso zielsicherer ist die Kommunikation. Marketingaktivitäten müssen optimal auf die Zielgruppe abgestimmt werden. Auch im Verlauf der Kampagne ist es unverzichtbar, die definierte Zielnetzwerke immer vor Augen zu halten.

Crowdsourcing:
Lassen Sie Ihre Zielgruppe eine Kampagne, bzw. die Kampagnenidee entwickeln. Für kleine Unternehmen, welche noch keine stark etablierte Marke haben und auch keine festgefahrenen Unternehmensstrukturen, ist der Einsatz von Crowdsourcing durchaus sinnvoll. Nicht nur für die Produktentwicklung, auch zu Kundenbindungszwecken und zur Ideenfindung. Wer Wert auf die Meinung seiner Fans legt, bekommt Engagement und damit wertvolle Mundpropaganda gut geschrieben.

Markenkonforme Aufbereitung:
Repräsentieren die Inhalte der Werbebotschaft die Markenidentität des werbenden Unternehmens, wird den Konsumierenden ein authentisches Auftreten demonstriert. Passt die Message nicht zu dem Unternehmen, verliert die Kampagne an Glaubwürdigkeit.

Emotionaler Mehrwert:
Bieten die Inhalte einen persönlichen Benefit, erhöht dies die Bereitschaft, Inhalte zu teilen und weiterzugeben. Vor allem Mehrwerte in emotionaler Form erreichen Konsumierende und werden als effektive Trigger angesehen.

WOW-Erlebnis:
In der Aufbereitung der Werbebotschaft ist es wichtig, neue oder mindestens zeitlose Inhalte zu thematisieren. Diese müssen überraschend wirken und für den sogenannten WOW-Effekt in der Zielgruppe sorgen.

Zurückhaltendes Branding:
Marketer müssen die Perspektive der Konsumierenden einnehmen. Um größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen müssen die Interessen der anvisierten Personengruppe in den Vordergrund stehen. Ist die Marke in der Botschaft zu prominent platziert, ist das Marketingvorhaben stark erkennbar. Vorsicht: der Branding-Effekt darf jedoch nicht komplett verloren gehen!

Hohe Nutzer-Integration:
„Virales Marketing lebt von Partizipation.“, Dr. Martin Oetting, Global WOM Stratege bei trnd rät dazu, Rezipienten in die Kampagne mit einzubeziehen. Nicht nur die Interaktion Konsumierender untereinander, sondern auch eine Interaktion zwischen Unternehmen und Konsumierenden sollte ermöglicht werden. Der Kampagne „Tippexperience“ von Tipp-Ex verhalf unter anderem dieser Faktor zum großen Erfolg.

Crossmediale Einbindung:
Die strategische Verknüpfung anderer Kommunikationsmedien im Marketing-Mix ist ein Muss. Die Präsenz der Marke an verschiedenen Kontaktpunkten unterstützt die Kampagne konstruktiv. Der damit erzeugte Wiedererkennungswert ist für den späteren Akt am Point-of-Sale entscheidend.

Intensiver Seeding-Prozess:
Das Ausbleiben eines ausführlichen Seeding-Prozess ist eine häufige Folge von geringem Budget. Große Marken haben dabei den Vorteil, dass dieser Schritt über die bereits große Fangemeinde vereinfacht wird. Weitaus aktiver müssen kleinere und mittlere Unternehmen sein, um die Verbreitung voran zu treiben. Nach anfänglichem Streuen sollte ein kontinuierliches Monitoring folgen. Hat eine Kampagne nicht genug Antrieb, muss der Verbreitungsprozess durch weiteres Seeding optimiert werden.

Einsatz sozialer Online-Medien:
Zur rapiden Verbreitung ist die Verwendung sozialer Medien unerlässlich. Keine Medien ermöglichen es Nutzern die Botschaft so schnell und einfach zu multiplizieren.